Die Masseurin
Sonja Blonde
Eine kürzlich veröffentlichte Erzählung von Sonja Blond beschreibt sehr seltsame Beziehungen. Wir haben oft keine Ahnung, was sich hinter der Tür unseres Nachbarn, Kollegen oder sogar eines guten Freundes verbirgt. Jede einzige Figur in Der Masseurin hält eine besondere Überraschung für den Leser bereit.
62 Seiten.Die Masseurin (Auszug)
Sonja Blonde
Zur Party wurden zwölf Familien eingeladen. Karl mietete eine Limousine, damit die elegant gekleideten Gäste nicht spazieren mussten.
Für Britta wählte Karl für den Abend ein weinrotes Cocktailkleid, und dazu einen silbernen Gürtel mit Kristallintarsien. Er bat sie, ihre dicken Haare runterzulassen, aber er gab dem Friseur die Anweisung, diese mit Lack zu fixieren und nicht wallen zu lassen.
Britta mag es, wenn ihre Haare locker auf ihre Schultern fielen, aber sie wusste, wie wichtig dieser Abend für ihren Mann war. Sie sollten auf die neuen Nachbarn einen guten Eindruck machen, da sie hier unter ihnen wohnen werden. Außerdem sind sie einflussreiche Menschen, zu denen es wichtig ist, eine gute Beziehung zu haben.
Der Filialleiter und seine Frau kamen zuerst an. Sie bestanden darauf, zu Fuß zu kommen. Beide waren sportlich und fit. Bruno, der Ehemann, war vermutlich fast fünfzig, aber er hätte noch ein paar Jahre verleugnen können. Seine Frau, Lisa war vielleicht vierzig. Dank ihren auftoupierten, üppigen blonden Haaren, dem kantigen Kinn und der starken Schminke war sie ein auffälliges Phänomen, gepaart mit einer lauten Natur. Lisa trank in großen Schlucken die ersten zwei Gläser Sekt, die ihr sofort in den Kopf stiegen.
– Sag mal, Britta, machst du auch erotische Massagen? – fragte sie kichernd.
– Sei nicht so vulgär, Lisa – ihr Ehemann wies sie zurecht und dann wandte sich an Britta – ignoriere sie einfach, Liebling, sie scherzt nur – entschuldigte er sich, aber seine Augen strahlten besonders. Augenscheinlich spielte er mit dem Gedanken.
– Komm schon, Bruno, ich wurde auch schon von einem muskulösen, gutaussehenden Mann massiert, ich weiß wie gut es ist.
– Denke nicht immer an dich allein! Ich betrachte eine Massage nie als eine intime Situation.
– Wirklich? Warum gehst du dann immer zu Annabell, die so großen Brüste hat?
Bruno krächzte verwirrt.
– Wenn es dich frustriert, komme ich zu Britta – beendete der Mann das unangenehme Gespräch.
Lisa belauerte die Hausfrau misstrauisch und griff dann nach einem weiteren Glas Sekt.
– Ignoriere diesen Pferdekopf – ertönte eine alte Frauenstimme hinter Brittas Rücken, als sie die Dekoration auf einem der Tische ordnete.
Emily, die Ehefrau des berühmten Chirurgen, die schon über 60 war, lächelte sie an. Ihr Schmuckstück aus schwarzen Kugeln passte perfekt zu ihrem Alter und Stil. Sie trug ein graues, glänzendes, bodenlanges Kleid, ihre Haare waren überhaupt nicht gefärbt. Augenscheinlich fühlte sie sich in ihrem Körper wohl. Sie lächelte die Hausfrau freundlich an.
– Willkommen! Es ist schön zu sehen, dass auch junge Leute auf dem Lande leben wollen, nicht nur Ältere wie wir – lachte sie – und ignoriere Lisa, sie ist eine gemeine Frau, besonders wenn sie trinkt. Da sie bereits in ihren Morgenkaffee Rum gießt, ist sie so rund um die Uhr. Sie kann nichts dafür, dass sie wie eine Rennstute aussieht, aber für ihr Verhalten schon.
Sei vorsichtig mit ihr, ich denke, sie nimmt auch Droge, um ihren Ehemann ertragen zu können, der auf zwei Tore spielt. Wenn du verstehst was ich meine. …
Britta fühlte sich unfähig, so viele Informationen auf einmal zu verarbeiten.
– Danke Emily, ich werde versuchen, daran zu denken.
– Massierst du auch alte Frauen? Oder schauderst du von der faltigen Haut?
– Natürlich schaudere ich nicht davon! Und weißt du, ich möchte so aussehen wie du, wenn ich so alt sein werde – machte Britta ein Kompliment mit aufrichtiger Bewunderung.
– Du siehst, ich kann dir helfen, lange schön zu bleiben, aber wie es jetzt aussieht, mit so einem Gesicht und Körper musst du dir keine Sorgen machen. Du bist eine wunderschöne Frau.
Britta errötete.
Endlich trat ihnen auch der ältere Chirurg bei, um sich vorzustellen.
Karl schien zufrieden zu sein. Der Garten wurde zauberhaft dekoriert, der Koch war super gut und das Personal machte seinen Job fast unsichtbar.
Nur Destiny und ihr Mann kamen zu spät. Karl wartete immer ungeduldiger, sie zu treffen.
Er eilte aufgeregt vor ihnen her, als der Oberkellner ihm ins Ohr flüsterte, dass der CEO ankam. Der Mann war augenscheinlich viel älter als seine Frau. Er trug einen perlfarbigen Seidenanzug und Schuhe in ähnlicher Farbe.
Als er den Garten betrat, blieb er für einen Moment stehen. Langsam betrachtete er den Ort und die Gäste. Karl packte mit beiden Händen die rechte Hand des Gastes.
Destiny hatte sich ein goldenes Cocktailkleid mit Halshalter und transparente Stöckelschuhe angezogen. Sie trug kein anderes Schmuckstück als die blumenförmigen Diamantohrringe. Sie war am zurückhaltendsten unter den anwesenden Frauen, doch starrten die Männer zuerst sie an. Destiny war ein Phänomen, sie strahlte einfach. Britta war froh, dass der einzige Gast, den sie bereits kannte, endlich ankam. Glücklich zeigte sie ihr die Dekorationen auf den Tischen, die Destiny ihr zur Party geschickt hatte.
– Freut mich, dass sie dir gefallen.
– Sie sind wunderbar und passen perfekt hierher. Vielen Dank!
Karl tat sein Bestes, um Mikos, den CEO zu beeindrucken. Er hatte eine ausgezeichnete Fähigkeit, sich bei anderen so einzuschmeicheln, dass die anderen sich als geehrt fühlten, in der Gesellschaft des Mannes zu sein. Jeder wusste, dass Mikos eine harte Nuss war. Sein Vater war ein Industriemagnat, also musste er auch schon in sehr jungen Jahren lernen, praktisch jeden zu kontrollieren. Dank seinem zurückhaltenden, aber doch beeindruckenden Verhalten wurde es sofort still, wenn er einer Gesellschaft beitrat. Der gescheite Mann mit herausragender Intelligenz gewöhnte sich daran, dass er immer, in allem das letzte Wort hatte. In seinem Leben fehlten nur die Gefühle, denn es wurde ihm beigebracht, dass diese die Entscheidungsfindung nur in die falsche Richtung beeinflussen können.
Er war nicht gutaussehend, aber sein Auftreten, seine Ausstrahlung, sein tadelloser Kleidungsstil und sein riesiger Reichtum beeindruckten die Frauen. Er gewöhnte sich schnell daran, dass er alles und jeden bekommen kann.
Er lernte Destiny an einem Pferderennen kennen. Sie war damals noch eine Hochschulstudentin und brachte Kindern das Reiten bei. Die Kinder des Publikums des Wettrennens konnten sich mit ihr unterhalten, während die Eltern auf dem Rang die Daumen drückten. Destiny war verlobt mit einem ihrer Mitschüler, aber sie konnte dem charismatischen Mikos nicht widerstehen.
Als Destiny erkannte, dass der Mann zu tiefen Gefühlen unfähig war, waren sie bereits mit dem Privatflugzeug von Mikos auf dem Weg zu den Seychellen, um zu heiraten. Als Hochzeitsgeschenk erhielt sie einen Reitstall und sieben wunderschöne Pferde. Da das Mädchen an Märchen nicht glaubte, war sie zufrieden mit dem, was das Leben ihr zu bieten hatte. Dankbar nahm sie den fabelhaften Reichtum an und verzichtete auf die Liebe bis ins Grab. Trotzdem liebte sie ihren Mann und Mikos liebte und respektierte sie auch. Er gab ihr ein freies Leben, er kontrollierte ihre Ausgaben nicht, er überwachte sie nicht, und als sie alleine waren, tat er alles, um sie glücklich zu machen. Sie machten Ausflüge, ritten, reisten, aber wenn Destiny Lust hatte, spielten sie Brettspiele. Es wurde schnell klar, dass auch ihr sexueller Appetit unterschiedlich war. Mikos hatte nur selten Lust dazu, aber seine Frau wollte es fast jeden Tag.
– Ich will nicht, dass du unglücklich wirst und mich deswegen verlässt, denn ich keine bessere Partnerin als du finden kann. Ich möchte, wenn du in jedem Lebensbereich bekommen könntest, was du willst. Ich bitte dich nur darum, mich nicht zum Narren zu machen. Und Destiny achtete streng darauf, den Ruf ihres Mannes nicht zu beschädigen. Sie liebte, respektierte ihn und war ihm dankbar für das Leben, das er ihr ermöglichte.
*
– Lass mich helfen! – Destiny öffnete begeistert die Schranktür. – Du brauchst etwas, in dem du bequem wandern kannst. Hast du keine Spielkleidung?
– Was für Kleidung? – fragte Britta erstaunt.
– Spielkleidung! Du weißt, Kleidung, um die es dir nicht leid tut, wenn diese schmutzig wird.
Brittas Gesichtsausdruck war klar.
– Ich verstehe dich. Dann vielleicht etwas, das dir nicht so gut gefällt.
– Oh, davon gibt’s jede Menge – antwortete sie erleichtert.
Sie zeigte ihrer neuen Freundin ein Dutzend Hosen, aus denen Destiny übereifrig diejenige auswählte, die sie für eine Bergwanderung geeignet hielt.
– Ich gebe dir ein T-Shirt aus meiner Laufklamotte. Es ist unglaublich, dass du nicht einmal ein richtiges Sweatshirt hast!
Am Morgen, als Karls Auto am Ende der Straße verschwand, eilte Britta zu Destiny, sich umzuziehen. Sie bekam ein neonrosa über den Nabel reichendes Top und ein Reißverschlussoberteil ähnlicher Farbe, aus glänzendem Material. Sie war froh, dass sie endlich die Gelegenheit hatte, sich ihre überteueren Tennisschuhe anzuziehen, die ihr Karl einst gekauft hatte, weil der Mann Tennis lernen wollte. Aber als Karl erkannte, dass es sich auch um eine Sportart handelte, bei der man schwitzen musste, verzichtete er auch darauf. Da die Schuhe wunderschön waren, bedauerte Britta aufrichtig, diese nicht tragen zu können. Karl ließ sie diese nicht einmal zum Einkaufen tragen. Er bestand darauf, dass sie weiblich und nicht sportlich aussehen soll.
Destiny fuhr das Auto energetisch, wie ein Mann. Augenscheinlich liebte sie die Geschwindigkeit. Der königsblaue Sportwagen passte ebenso perfekt zu ihr wie der weibische, perlenfarbige Luxuswagen, den sie ansonsten benutzte. Einfach alles passte zu ihr. Sie war ein junges Mädchen und eine Diva zugleich. Sportlich und vornehm. Zurückhaltend und erregend. Sie war wie ein Hologramm. Sie änderte sich je nachdem, wie das Licht auf sie fiel.
Die Aufregung berauschte Britta. Sie wusste nicht, was Karl sagen würde, wenn er wüsste, was sie vorhat, deshalb sagte sie es ihm lieber nicht. Sie entschied, ihm das zu sagen, dass sie in der Bibliothek war, wenn ihr Mann überhaupt fragt, wie sie ihren Tag verbrachte.
Wenn Karl schlecht gelaunt nach Hause kam, weil seine untergeordneten Mitarbeiter oder seine Chefs ihn verärgert hatten, dann durfte sie ihn mit Geschwätz nicht stören und sprach er auch nicht. In diesem Fall goss er sich ein Getränk und schloss sich in seinem Heimbüro ein. Später schwamm er, ging in die Sauna und manchmal setzte sich nicht einmal mit seiner Frau zum Abendessen. Das Gedeck musste trotzdem auf den Tisch gelegt und durfte nicht abgeräumt werden, falls er später Hunger bekommen könnte. Bei diesen Gelegenheiten konnte man ihn noch auch nicht am nächsten Morgen stören, bis er augenscheinlich besser gelaunt war.
Jetzt vertraute Britta ein bisschen mehr darauf, dass ihr Mann einen harten Tag haben würde, und sie wie eine gute Frau ihn durch ihre Anwesenheit nicht belastet.
– Bitte schön – Destiny überreichte Britta ein Wattepad und eine kleine Flasche –, wisch dir deine Schminke ab. Du wirst schwitzen und so aussehen, als man dir ins Gesicht geschlagen hätte.
Britta reinigte ihre Augen und ihr Gesicht lachend. Das Schminken am Morgen war so selbstverständlich für sie, dass sie nicht einmal bemerkte, als sie die Schminke auftrug.
– Du bist wunderschön auch ohne Schminke! – Destiny streichelte fröhlich Brittas Oberschenkel. – Die Grundierung ist auch ganz überflüssig. Deine Haut ist so schön, du quälst nur diese mit der gefärbten Creme. Diese schließt die Poren ab und deine Haut kann nicht richtig atmen. Du brauchst diese nicht. Dann sieht man mindestens, wenn du errötest – lachte sie.
– Karl mag es, wenn mein Gesicht glänzend und einfarbig ist …
– Karl, Karl, Karl! Aber er ist jetzt nicht da! – Destiny unterbrach sie ungeduldig. – Und ich nehme an, er wir davon nichts erfahren, was wir heute machen. Ich habe recht, nicht wahr?
– Doch…
– Na ja, dann ist egal, was er mag, er sieht das sowieso nicht. Sei einfach du selbst jetzt, Britta, die schöne, sexy und freie Frau und nicht Karls Rippe. Du hast auch eine eigene Persönlichkeit, nicht nur die, die er dir aufzwingt.
Sobald sie es gesagt hatte, bereute sie bereits. Sie hätte mit Britta nicht so reden sollen, da sie Britta noch kaum kannte. Sie weißt es nicht einmal, wie sie mit ihrem Mann lebt, warum sie sich dem Mann so sehr unterordnet.
– Es tut mir so leid, Britta, ich…
– Du hast recht, Destiny. Nur, du weißt …
– Nein, ich habe nicht recht. Verzeih mir, ich bin zu weit gegangen. Ich hatte kein Recht, mit dir so zu reden.
– Es ist gut zu wissen, wie die anderen mich sehen.
– Nein, keiner sieht dich so! Zumindest habe ich von niemandem das gehört. Du weißt, ich bin das andere Extrem, weil ich praktisch das Leben einer unabhängigen Frau lebe. Neben Mikos kann ich alles tun. Wir verbringen jeden Monat eine Woche zusammen. Dann ist er der beste Ehemann und Gefährte, aber wenn er nicht mit mir ist, weiß ich nichts über ihn, und er mischt sich auch nicht ein, mit wem und was ich mache. Meine Ausgaben kontrolliert er auch nicht, er hat ein Konto auf meinen eigenen Namen eröffnet. Er selbst hat mir einen seiner Bekannten vorgestellt, der einen männlichen Escortservice vermittelt.
– Was?
Destiny lachte mit nach hinten geneigtem Kopf.
– Lassen wir es jetzt! Komm, lass uns einen riesigen Spaziergang machen. Unten im Tal gibt’s ein wunderschönes kleines Restaurant und dort werden wir zu Mittag essen.
Die warme Sommersonne, die gute Bergluft, die charmante Persönlichkeit von Destiny ließen Britta alle Sorgen und Ängste vergessen. Sie konnte wieder sie selbst sein. Das fröhliche, lachende, schnippische Mädchen, das sie gewesen war, bevor das Leben sie auf die Probe stellte.
Mit ihrer Freundin verflog die Zeit schnell, und bevor sie merkte, erzählte sie ihr über jedes Detail ihres Privatlebens.
– Du bist kaum noch zu erkennen – lachte Destiny hellauf – die immer makellose Britta ist jetzt zerzaust und schlammig bis zum Hals!
– Hättest du mich nicht erschreckt, hätte ich nicht in den Matsch gerutscht. – antwortete Britta mit vorgetäuschter Entrüstung.
Ihre Tennisschuhe waren voller Schlamm. Die Tonerde trocknete auch auf ihrer Hose an Stellen.
– Wasch dich bei uns, wenn du möchtest – empfahl Destiny.
– Danke, aber Karl kommt nicht vor vier Uhr nach Hause, ich werde viel Zeit haben, die Zeichen der Sünde zu entfernen.
Britta war berauscht zu wissen, dass sie unordentlich, schlammig und ungeschminkt auf der Straße nach Hause spazierte, auch wenn ihr Haus nur wenige Meter von Destinys entfernt war. Erschöpft, aber sehr glücklich kam sie durch Ihr Tor herein. Bevor sie das Haus betrat, ging sie in den Garten hinter dem Haus, um zu sehen, ob ihre Sonnenliege draußen war, auf der sie mit einem Buch in der Hand auf Karl warten würde. Als sie jedoch hinter das Haus kam, erschrak sie zu Tode. Sie erwartete alles andere als das, was sie im Garten erblickte.
Auf der Terrasse saßen Karl, zwei Chefs von ihm und eine Kollegin des gleichen Rangs wie der Mann. Alle wurden sprachlos bei Brittas Anblick. Die beiden Männer standen auf, um die Frau des Hauses zu begrüßen, aber Karl mischte sich ein.
– Ich bitte um eure Entschuldigung, Britta macht sich bald sauber. Ich bat sie, nicht an der Wohltätigkeitsveranstaltung teilzunehmen, wo der Hof einer der armen Familien aufgeräumt wurde, aber ihr Herz zog sie augenscheinlich dorthin.
– Wie großzügig ist deine Frau! – bemerkte höflich seine Kollegin, Zelda. – Ich wäre unfähig, mich so schmutzig zu machen, um anderen zuliebe zu tun. Ich schulde ihr meine Anerkennung – dann sah sie bedeutsam ihre metallfarbigen Nägel an.
– Du sollst stolz auf sie sein – fügte einer seiner Chefs auch hinzu. – Ich habe meine Frau noch nie in einem Trainingsanzug gesehen. Sie hat einen Personaltrainer und sie turnt immer hinter verschlossenen Türen. Sie sagt, sie will nicht, dass ich aufhöre, sie zu lieben. Obwohl sicherlich gibt es Männer, denen es nichts ausmacht, wenn sie ihre Frau so sehen.
Karl wurde fast vor Wut zerrrissen. Er wäre lieber gleich Britta nachgelaufen, um sie zurechtzuweisen. Als die Gäste weg waren, hatte er jedoch nicht mehr die Kraft zu schreien. Als er seine bleiche, gefürchtete Frau sah, konnte er nur sagen:
– Verschwinde aus meinen Augen, du Narr!